Historie

Historie

Die Deutsche Barkeeper-Union e.V. wurde 1909 unter dem Namen „International Barkeeper Union (IBU)“ als Berufs-Fachverband und Interessengemeinschaft der Barkeeper in Deutschland in Köln gegründet. Die Gründerväter waren die fünf Barmeister Hans Schönfeldt, John Leybold, Fred Wood-Bilten, Emil Beltz und R. Toeska. Sie orientierten sich an der schon 1901 in USA gegründeten „Bartenders Union“.

1909 - 1928

Schon bald nach der Gründung der IBU erschien die Fachzeitschrift „American-Bar-Journal“, herausgegeben von den Gründervätern und mit Reichweite innerhalb Europas publiziert. Hans Schönfeldt und John Leybold veröffentlichten 1913 mit dem Lexikon der Getränke das erste deutsche Barbuch, das über viele Jahre als Standardwerk für den Berufsstand galt.

Der erste Weltkrieg (1914-1918) unterbrach die Geschäftstätigkeit, erst ab 1920 wurde die IBU wieder aktiv.

Die horrende Inflation und die Weltwirtschaftskrise hinterließen auch in der Entwicklung der IBU Spuren. Nach der Eingliederung in den Internationalen Genfer Verband, einen Berufsverband für Hotel- und Gaststättenangestellte, wurde die IBU im In- und Ausland in Sektionen gegliedert. Die IBU wuchs schnell auf über 200 Mitglieder und gab sich 1928 eine eigene Satzung.

Die IBU Gründungsmannschaft

Die IBU Gründungsmannschaft

1933 - 1936
Musterbar in dunklen Jahren

Musterbar in dunklen Jahren

1933 gewannen IBU-Mitglieder auf dem bis dahin größten Cocktail-Wettbewerb in Madrid, wo Barkeeper aus 35 Nationen rund 800 Cocktail-Rezepte präsentierten, mehrere Plaketten und Preise. Weitere Erfolge schlossen sich 1934 zur Internationalen Kochkunstausstellung in Frankfurt (Main) und 1936 zur Ausstellung „Die Küche der Welt“ in Berlin an.

Danach wurde die IBU vom Nazi-Regime verboten, weil man mit Spirituosen arbeitete, deren Hersteller nicht zur Ideologie der nationalsozialistischen Deutschen Arbeitsfront passten.

1936 - 1945

Bis zum Ausbruch des Krieges versuchten einzelne Sektionen hier und da, in irgendeiner Form, miteinander verbunden zu bleiben.

Für die Hamburger Kollegen war es der Kegelclub „Mix-Becher“.

Kegelclub “Mix-Becher”

Kegelclub “Mix-Becher”

1950
Reaktivierung der Sektion Hamburg im Dezember 1948

Reaktivierung der Sektion Hamburg im Dezember 1948

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) wurde die IBU vom früheren Vorstand Fred Friede wieder reaktiviert und 1948 die Sektion Hamburg gegründet. 1950 fand die erste Nachkriegstagung der IBU in Hamburg statt und am 20. Dezember 1950 erreichte die IBU die Abnahme der ersten Barmixerprüfung durch die Industrie- und Handelskammer München. 1952 nahmen IBU-Mitglieder an den erstmalig in Deutschland ausgerichteten Cocktail-Weltmeisterschaften der International Bartenders Association (IBA) teil.

1950 - 1961

1953 schloss sich die deutsche International Barkeeper Union (IBU) dem Weltverband International Bartenders Association (IBA) an, änderte ihren Namen in Deutsche Barkeeper-Union (DBU) und trat aus dem Internationalen Genfer Verband aus.

In der Folgezeit konnten DBU-Mitglieder durch den IBA-Anschluss an internationalen Wettbewerben teilnehmen. 1955 wurde das Team der DBU, bestehend aus den Barkeepern Theo Hürten, Fritz Bonnet, Otto Orlowski und Bruno Winter, von der Jury der holländischen Ho-Re-Ca mit dem 1. Preis ausgezeichnet. 1959 gewann Charly Waidmann bei der Internationalen Cocktail Competition in Kopenhagen für seinen Cocktail „Petit Fleur“ den ersten Preis.

1961 wurden die Mitglieder der 1955 gegründeten DBU-Sektion Baden-Baden zur Meisterschaft in Stuttgart bei der Bundesfachschau der DEHOGA mit 8 Goldmedaillen und 2 Silbermedaillen ausgezeichnet.

Aus IBA wird DBU, 1953

Aus IBA wird DBU, 1953

1961 - 1970
Die Bar der Fachleute

Die Bar der Fachleute

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Deutschen Barkeeper Union finden ein Jubiläumswettbewerb mit dem Bundesverband der Deutschen Markenspirituosen-Industrie im Kurhaus in Baden-Baden statt. Es wurden 500 Gäste aus 16 Nationen begrüsst.

Die erste Muster-Bar: Auf der 1. Bundesfachschau für das Hotel- und Gaststättengewerbe 1961 in Stuttgart präsentierte sich die Sektion Baden-Baden mit ihrer „Bar der Fachleute“ dem Messepublikum.

Im Jahr 1964 übernimmt Paul Assal den Vorsitz in Baden-Baden. Im gleichen Jahr wird das Mitglied Rheinhold „Jonny“ Kleinubbert mit seinem Drink „Pathetic“ bei der ICC in Buenos Aires den 3. Platz erreichen.

1971 - 1984

1973 wählt die Sektion Baden-Baden einen neuen Vorsitzenden. Heute wird diese Zeit als die „Ära des Ehrgeizes“ bezeichnet werden – in der Folgezeit wird sich dies als Glücksfall für die Sektion heraus stellen. Bob Haag wird mit seinen 27 Jahren ununterbrochener Amtsinhaberschaft dienstältester Sektionsvorsitzender in der Deutschen Barkeeper Union.

Ebenfalls in 1973 erzielt Sektionsgründungsmitglied Helmut Balla mit seinem Drink „White Cap“ bei der International Cocktail Competition in Los Angeles einen respektablen 2. Platz.

1977 Jürgen E. Falcke wird zum Präsidenten der DBU gewählt.

1984 Ausrichtung der Weltmeisterschaft mit 32 Nationen in Hamburg und 75-jähriges Bestehen der DBU.

International Cocktail Competition | 1984

International Cocktail Competition | 1984

1985 - 1999
International Barmaid Festival | 1990

International Barmaid Festival | 1990

1985 wurde erstmalig die Deutsche Cocktail Meisterschaft (DCM) in Mannheim ausgerichtet. Toma Kondic wurde in diesem Jahr erstmalig Deutscher Cocktail Meister.

Im Jahr 1990 schreibt die Sektion Baden-Baden ein neues Kapitel der Bargeschichte: Das erste International Barmaid Festival auf der Intergastra in Stuttgart beweist einer staunenden Öffentlichkeit, dass nicht nur Männer als Barkeeper tätig sein können und dass zwischen einer „Bardame“ und einer Fachfrau hinter einem (seriösen) Bartresen Welten liegen. Mit 45 Mixerinnen aus 18 Ländern sorgen für ein gewaltiges Echo in den Medien.

2000 - 2008

Mirko Gardelliano wurde 2003 Deutscher Cocktailmeister und 2004 von der Deutschen Barkeeper Union zum „Barkeeper des Jahres“ gekürt.

2005 wurde Torsten Spuhn, Chef des Erfurter Szene-Treffs „Masters Home“, als „Barkeeper des Jahres“ ausgezeichnet. 2006 wurde Magarete Brähler als „Barkeeperin des Jahres“ ausgezeichnet.

Gewinner der Deutschen Cocktailmeisterschaft 2006 war Ercan Cicek aus Bad Gögging mit dem Cocktail Aperol Light. Den Freestyle-Wettbewerb gewann Lukas Mocha aus Saarbrücken mit dem Cocktail Camaro.

2007 wurde die DBU Junior Akademie als Trainingseinrichtung für Mitglieder unter 30 Jahren ins Leben gerufen.

Die Sieger der Deutschen Cocktail-Meisterschaften 2008 in Berlin waren im klassischen Bereich Daniel Günter aus dem Kempinski Vier Jahreszeiten in München mit dem Drink „Flitt“ und Levent Yilmaz aus Plankstadt mit dem Drink „Welcome to Berlin“ im Flairbartending.

Anstecknadeln der DBU Junior Akademie | 2007

Anstecknadeln der DBU Junior Akademie | 2007

2009 - 2013
World Cocktail Competition 2009 in Berlin | Opening Zeremonie

World Cocktail Competition 2009 in Berlin | Opening Zeremonie

2009 feierte die DBU in Berlin mit Besuchern aus vielen Ländern ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum. Passend dazu war man Gastgeber der Cocktailweltmeisterschaft. Im Bereich „Klassik“ wurde Vladimir Banák (S.K.B.A.) aus der Slovakischen Republik Welt-Cocktailmeister mit seinem Drink „Sweet Road“, im Bereich „Flairbartending“ gewann den Titel Gianluigi Bosco (U.K.B.G.) aus England.

Toni Arena von der Life Style Bar in Frankfurt errang mit seinem Drink “Appennini” die Trophäe des “Barkeeper des Jahres” der DBU. Gault Millau, der Reiseführer für Genießer, zeichnete Bernhard Stöhr, Präsident der DBU und Barchef in der Traube Tonbach, Baiersbronn als “Barkeeper des Jahres 2009″ aus.

Eine Galerie mit den besten Bildern finden Sie hier

2011 fand die 27. Deutsche Cocktail-Meisterschaft mit über 40 Teilnehmern in Frankfurt am Main statt. Deutscher Cocktailmeister 2011 wurde Daniel Pitthan aus Düsseldorf mit seiner Kreation „Knob’s Maple Crusta“. Sieger im Freestyle/Flairtending wurde Tony Oliviero aus Frankfurt am Main mit seinem Drink „Armaticum“

Deutscher Cocktailmeister 2012 wurde in Leipzig Markus Kern aus Neuburg mit seinem Cocktail „Goodbye Thomas“. Sieger in der Kategorie „Freestyle/Flairtending“ wurde Hüseyin Kirac aus Hessen mit seinem Drink „Passion for Poison“.

Sieger der Deutschen Cocktail-Meisterschaft 2013 war Michael Prescher aus Berlin, der in der Kategorie „Open“ mit seine Drink: „Good Morning Glasgow“ überzeugte. Sieger in der Kategorie „Freestyle/ Flairtending“ wurde Tony Oliviero aus der DBU-Sektion Hessen mit seinem Drink „90’s Bomb“.

Deutsche Cocktailmeisterschaft 2011 | Frankfurt | Strahlende Sieger

Deutsche Cocktailmeisterschaft 2011 | Frankfurt | Strahlende Sieger

2014 - heute

2014 kämpften 28 Barkeeper aus den 12 Sektionen der DBU in Bad Salzuflen um die Deutsche Cocktailmeisterschaft. In der Kategorie „Classic“ gewann Frederik Knüll aus Köln. Sieger in der Kategorie „Flair-Bartending“ wurde Adam Branczyk aus Krakau.

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2014 ist auch das Jahr des Wandels. Nach über 100 Jahren gibt sich die DBU  ein neues Logo und insgesamt ein neues Erscheinungsbild. Der Verein ist weiterhin die zentrale Institution für Barkeeper, Bartender, Flairbartender, Barbetreiber und Barkultur. Das neue Logo manifestiert dies optisch als eine Anlehnung an ein Hoheitszeichen. Seriös und traditionell – das gute Dach für alle zentralen Belange.

Bilder aus der Vergangenheit

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