DBU e.V. Junior Akademie 2015

9 Jahre innovative Nachwuchsarbeit der DBU hat einen Namen:

„DBU JUNIORAKADEMIE“

Die Absolventen der DBU Juniorakademie sind auf Messen oder Events immer zu erkennen an dem goldenen (Gewinner einer Akademie) und dem silbernen (alle Teilnehmer, Jury, Team) Pin.

Vom 26. bis zum 30. Juli machte genau dieses Bildungstool der DBU zum zweiten Mal in der Sektion Baden-Württemberg in Calw/Nordschwarzwald halt. Wir folgten erneut der freundlichen Einladung des Schulleiters der Johann-Georg-Doertenbach Schule, Herr Michael Nieboda. Unser Vizepräsident der DBU, Marcus S. Siebert, ist hier als Fachlehrer am Werk.

Am Sonntagmittag begrüßten Marcus S. Siebert und Alexander Kreft alle 10 Teilnehmer an der Landesberufsschule in Calw. Auf die Teilnehmer wartete schon gleich die Aufgabe Nosing & Pouring. Nach Absolvieren dieser ersten Aufgabe wurde den Absolventen eine zweite, gewiss größere, Aufgabe gestellt. Nun schon zum dritten Mal in Folge sollten die Teilnehmer an einem Abend im Rahmen der Akademie die perfekten Gastgeber bilden und diesen Abend mit der Unterstützung kompetenter Paten von A-Z planen, organisieren und durchführen. Dazu wurde die Thematik in drei Gruppen aufgeteilt. Schnell einigte man sich auf das Motto „Paris in der früheren Zeit“ für diese Abendveranstaltung.

In der Zeit, in der die Gruppen sich mit der Aufgabenstellung und den ersten Ideen beschäftigten, fand ein paar Kilometer weiter im Hotel ein erstes „get-together“ mit den Juroren und Sascha Thieben statt, die sich dieses Mal aus Kent Steinbach (DBU/ Mojitos Düsseldorf), Mike Meinke (DIAGEO / Barlife Experience Tour Berlin), Nils Boese (JÄGERMEISTER / Manhattan Bar Hildesheim), sowie Stephan Stevancsecz (Juryvorsitz / Barbrain Linz) zusammensetzte.

Montag: Nach einem kurzen Tagesbriefing war der erste Absolvent mit seinem vorher von uns zugelosten Referat dran. Den ganzen Vormittag fanden Referate statt. Der Nachmittag gehörte unseren Partnern. Die Absolventen hatten nun die Chance, neue Dinge zu hören, zu testen, zu probieren. So hatte Pernod Ricard seinen BA für Lillet, Mike Tobin, geschickt, der uns in die Welt der Aperitifs mitgenommen hat. Eine viel zu unterschätzte Trinkkultur, wie auch die Absolventen festgestellt haben. Es folgte Emanuele Ingusci, den unser Partner Campari mit Di Saronno im Gepäck zu uns geschickt hat. Nach der Schulung konnten sich die TN noch kurz an einem Signature Cocktail versuchen. Zuletzt war dann unser Juror Mike für DIAGEO / Barlife Experience Tour noch dran.

Im Frühjahr habe ich einen Einblick hinter die Kulissen der World Class in Köln erhalten, bei dem unsere ehemaligen Teilnehmer Marian gewonnen hat und im August Deutschland im Worldfinale vertreten hat. Eine Aufgabe war hier die Bar zu prüfen. Mike ist der Bitte, dieses Modul auch bei uns anzuwenden, nachgekommen. Alle Absolventen mussten so die Bar verlassen. Nach kurzer Fehlerverteilung durften immer zwei Absolventen im Team die Bar betreten und in 5 Minuten die Fehler suchen und aufschreiben. Ich selber habe mich auch dieser Herausforderung mit Timo gestellt. Um nicht zu viel zu verraten – Licht einschalten bewirkt oft Wunder. Der Sieg ging im Übrigen an das Damenteam. Bleibt die Frage offen, ob jetzt jedes Barteam ab sofort auch ein Barmaid braucht? Immerhin hat die Akademie schon drei Barmaids unter den Siegern.

Nach dieser lehrreichen Lektion hat Alexander Kreft das Kommando übernommen. Alle Mann in den Bus – und los – Ziel unbekannt. Nach ca. 30 Minuten hat Alex den Reiseführer gemacht und das Gebiet des Ziels mit folgenden Wörtern wie Schwarzwald, Gourmets, DBU umschrieben. Umso näher wir kamen wurde das Munkeln unter den TN lauter. Unser Ziel war wirklich kein geringeres wie Deutschlands berühmtestes Sternehotel mit *** Sterne Küche, die Traube Tonbach in Baiersbronn. Auf uns wartete schon ein reichhaltiges rustikales Abendbrot, natürlich mit Maultaschen. Nach dem Essen durften wir das Haus bei einer Führung besser kennen lernen. Fakten wie ca.: 100 Azubis im Haus haben den Respekt gegenüber der gebrachten Leistung hier gleich noch mal in einem anderen Licht dastehen lassen. Beeindruckend waren auch die neuen Zimmer – gekonnt wurde hier modernes mit dem Charme des Hauses gepaart. Letztes Ziel war die Bar. Hier erwartete uns schon Bernhard Stöhr (Präsident der DBU von 1996 bis 2012) und sein Team mit einem gut gekühlten Gin & Tonic. Zur Freude der Absolventen nahm er sich Zeit um über die Akademie und das Leben als Gastgeber zu sprechen. Leider mussten wir die Lenkzeiten des Busfahrers beachten und so schon bald mit vielen spannenden Eindrücken die Heimreise ins Hotel antreten. Doch wer dachte, dass alle dann ihrer Wege gingen, der irrte. Die Absolventen haben in Gruppenarbeit an ihrer „Paris Veranstaltung“ noch bis spät in die Nacht weiter gearbeitet. Spätestens in dieser Nacht ist aus dem Team „Pflänzchen“ ein Team „Baum“ geworden.

Erneut konnten wir nach einem guten Frühstück mit dem Bus in die Schule fahren. Der Vormittag stand ganz im Zeichen des freiesten „Signature Drink Wettbewerb Deutschlands“. Die Teilnehmer dürfen alles, nein, wir erwarten hier alles und geben bis auf HACCP und rechtliche Einschränkungen nichts vor. Jede legale Zutat dieser Welt können die Absolventen benutzen, ohne eine Mindestmenge zu fordern. Mehr Unabhängigkeit geht nicht, denn wir erlauben auch jede bekannte Technik. Doch sollte man wissen, was man macht und warum man es macht, denn unsere starke Live Jury (diese Bewertungsform gibt es schon im neunten Jahr) ist viel gereist, hat viele Wettbewerbe als Juror begleitet und noch mehr gesehen. Um aber auch dem Chef gerecht zu werden, haben wir auch eine Kalkulation der Drinks vom Absolventen eingefordert. Dieses, so ein Absolvent, sollte bei mehr Wettbewerben Einzug finden, denn am Ende des Tages muss ja auch Geld verdient werden. Hier hat man ganz klar gesehen, wer sich genau auf die Aufgabe vorbereitet hat und wer diese Aufgabe vor allem als Lehraufgabe für zukünftige Wettbewerbe verbuchen konnte. Denn darum ist man ja auch bei uns – mehr und neues dazu zu lernen.

Die Juroren nehmen sich nach dem Mixen auch Zeit, um dem Absolventen seine Fehler und mögliche Verbesserungsansätze aufzuzeigen. In der Berufschule war der zweite Tag der Koch Abschlussprüfung der IHK. Wie es der Zufall so wollte, waren die Köche aus der Traube Tonbach dran. Wahnsinn, was die auf die Teller gezaubert haben, die wir nicht nur ansehen durften. Nach der guten Stärkung waren die Sinnesorgane gefragt. Unser Partner Jägermeister, genauer unser Juror Nils Boese, hat gezeigt, wie tiefgründig Aromen verwurzelt sind. Das ganze wurde mit Sampler Cocktails live bewiesen. Auch das war eine spannende Erfahrung. Team Spirit hat uns mit der Unterstützung der Barschule Rostock in Person von Gregor Kroll Bourbon & Rye aus dem Hause Buffalo Trace vorgestellt. Auch hier war das Thema Aroma der Schwerpunkt. Es folgte Eberhard Braig, 2. Vorsitzender der Sektion Baden-Württemberg und Knigge Lehrer. Den Nachmittag über hat er sich zu jedem Absolventen seine Notizen gemacht. Jetzt hat er allgemeine, vor allem aber Business Regeln für die Kollegen vorbereitet. Unter dem Motto „Kleider machen nicht immer Leute“ musste man an Hand von Bildern erraten, welchen Job die gezeigte Person ausübt. Nach dieser Schulung konnte beim anschließen BBQ im Hotel nichts mehr schief gehen. Eine Etage überm Restaurant wurde im Anschluss alles für das „Paris Event“ am nächsten Abend vorbereitet. Dass Hotel hat uns hier überaus gut unterstützt. Beamer, Leinwände, Tischwäsche – alles kein Problem. Selbst der Chef hat immer mal nachgefragt, ob noch was benötigt wird. Aber auch das Team hat geschickt alle Ressourcen genutzt. So hat ein Vater einer Teilnehmerin das perfekte Outfit für die Ladies so wie Raum Spots zur Verfügung gestellt.

Am nächsten Morgen war dann das Examen an der Reihe – 120 Minuten Fragen hatten wir vorbereitet. Da ein Barmann auch über den Tellerrand seiner Bar sehen sollte, durften neben Fragen zu den Partnern, der DBU, der Juniorakademie, der Getränkekunde auch Fragen zur Politik, Wirtschaft und Sport nicht fehlen. Aber auch die Rechenkünste wurden abgerufen. Wer meinte, mit allem fertig zu sein, durfte nach vorne kommen und die Teile der Black Box identifizieren. Dann war es geschafft und die Absolventen konnten nacheinander zum großen Feedbackgespräch gehen. Auch dieses Modul ist so intensiv keine Selbstverständlichkeit bei anderen Wettbewerben. Im Anschluss daran ging es schnell zurück ins Hotel um letzte Vorbereitungen für die Paris Veranstaltung zu treffen.

Laura-Marie Zöllter, Gewinnerin der 8. Akademie, die alle Tage den Medienpart Facebook hier übernommen hatte, hat geholfen den Test auszwerten. Die Absolventen haben uns hier und da schon mal schmunzeln lassen – war doch auch hier zu sehen, dass man die vielen Tipps vor der Akademie nicht immer bestmöglich genutzt hat.

Interessant war in der Blackbox zu sehen, dass Tequila und Grapefruitbrause noch nicht überall als PALOMA (Taube) bekannt ist. Dabei kann man doch damit wunderbar den Neueinstieg „der Gast“ & Tequila einläuten.

Dann wurde es ernst, PARIS hat gerufen. Unsere Barmaids ließen keinen Zweifel, dass wir auf der richtigen Veranstaltung angekommen sind. Wahnsinn, was 10 Absolventen, die sich so zusammen vorher nicht kannten, neben einer wirklich strammen Akademie aus einem langweiligen Tagungsraum gezaubert haben. Meine Hochachtung dafür immer noch. Auf jedes Detail wurde geachtet: Musik, Licht, Diashow mit Bildern der vergangenen Tagen, Top Bar mit Signatur Cocktails, diverse kalte und warme Snacks mit Unterstützung der Hotelküche und unseren Partner Metro. Alle drei Teams liefen wie ein Uhrwerk reibungslos zusammen. Alle Gäste aus Presse, Wirtschaft, Politik, Schule und Gastronomie sowie unsere Partner haben einen unvergesslichen Abend miterlebt, wie man ihn kaum besser planen und umsetzen können.

Neben der Rede vom terminlich stark eingebundenen Präsidenten Ulf Neuhaus, was den Stellenwert der Akademie erneut zeigt, war auch die Überraschungstorte ein weiteres Highlight. Und dass die Teilnehmer die Last Order selber um 50 Minuten nach hinten geschoben haben, zeigt, welchen Elan und Spaß alle hatten. Die spontane Aftershow Party ist wie bei Prominenten unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewesen. Ich kann nur sagen – auch die war FETT, so wie die gesamte Akademie.

Nach einer kurzen Nacht stand die Zeugnisvergabe an, zu der auch Herr Frank von Zwiesel persönlich erneut angereist ist. Mit im Gepäck hatte er 5 Gutscheine, darunter 3 Zwiesel Schuhmanns- Gläser Gutscheine, sowie 4 Glaspokale handmade. Der Schulleiter war der erste, der einen DBU Pin erhalten hat. Wir haben ihn jetzt offiziell in die große Akademie Familie aufgenommen, um uns so noch einmal für zwei Jahre ausgezeichnete Unterstützung zu bedanken. Der erste Pokal vergaben die Absolventen selbst – als „bester Juror“ wurde in einer geheimen Wahl zum zweiten Mal Bad Boy Mike ausgezeichnet. Der dritte Preis, verbunden mit 200 Gläser von Schott-Zwiesel, ging an Volkan Gezen, Sektion Baden-Württemberg aus dem Aramis Hotel in Herrenberg. Der zweite Preis, verbunden mit 300 Gläser von Schott-Zwiesel,ging an Manuel Mauritz, Sektion Niedersachsen aus dem Luck 7. Und der neunte goldene Pin Träger und somit Juniorakademie Sieger ist Dominik Scheu aus der Sektion Hessen, ab September NRW aus dem Spirit in Köln.

Neben 500 Gläser wird er eine Woche mit dem großen Charles Schuhmann vielleicht auch legendäre Bratkartoffeln in seiner Schuhmanns Bar machen dürfen. Und eine Woche die Kunst der Glasherstellung im Werk von Zwiesel hinter den Kulissen genauer betrachten. Wir werden berichten von beiden Praktika.

Wir gratulieren allen, freuen uns den Ein oder Anderen hier und da mal wieder zu treffen.

Wie wir allen Vorständen beim Verbandstag im August schon erzählt haben planen wir zum Jubiläum in eine Großstadt zurück zu kehren. Denn das Kind wird langsam erwachsen und es ist Zeit, dieses auch zu zeigen. Wir hoffen, Ende des Jahres sowohl den Termin als auch den Ort der 10. – der Jubiläums Juniorakademie bekannt zu geben.

Wir danken unseren Partner, ohne die eine Akademie so nie stattfinden könnte.

Mein persönlicher Dank gilt Marcus und Alex mit denen ich zusammen die 9. Akademie geplant und durchgeführt habe. Ich möchte mit den Worten eines Partners den Start zur Jubiläumsakademie ausrufen!

„Bereite dich auf einen neuen Wettbewerb wie auf einen neuen Job vor – alles fängt mit einer guten und intensiven Recherche an & kenne die Regeln“!

Das als Tipp für zukünftige Wettbewerbe, vielleicht ja schon für deine Juniorakademie 2016? Alles Weitere erfährst du auf der DBU Homepage.

„good shake & see you in 2016“

Sascha Thieben, Beirat für Juniorbarkeeper

Alexander Kreft, Pate Juniorakademie

Marcus S. Siebert, Vizepräsident DBU

 

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